Eider
Von den 26 Flusskilometern der unteren Eider zwischen Rendsburg (km 0) und Lexfähre (km 26) befischen die Rendsburger in Pachtgemeinschaft mit den Nübbeler „Pruppenkiekern“ und dem Schülper Angelverein allein schon dreizehn Kilometer. Die Strecke ist sehr reizvoll und landschaftlich schön. Bei der Wasserqualität gibt es allerdings erhebliche Einschränkungen. Während der überwiegende Teil der unteren Eider als mäßig belastet gilt (Güteklasse II), liegt der Belastungsschwerpunkt im Eiderlauf unterhalb von Rendsburg, dort ist die Eider stark verschmutzt (Länderarbeitsgemeinschaft Wasser 1990). Die Ursachen dafür sind vielseitig. Die Eider hat seit der Verfüllung der Schleuse Rendsburg in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts endgültig jede Verbindung zum Einzugsgebiet ihres Oberlaufes verloren. Es fehlt der Wasseraustausch. Zuflüsse in diesem Bereich gibt es nur noch aus dem Stadtsee, der einen Teil Oberflächenwasser des versiegelten Rendsburger Innenstadtbereiches aufnimmt, aus der Mühlenau und aus dem Abwasserzufluss des Rendsburger Klärwerks. Wenn das Abwasser durch Nachrüstung moderner Klärtechnik auch besser geworden ist, liegen auf dem Grund der Eider doch noch die Sünden der Vergangenheit. Rund 95 Prozent des verbleibenden Einzugsgebietes der Eider wird landwirtschaftlich genutzt. Einträge von Nähr- und Schadstoffen sind daher alltäglich. Die untere Eider hat ihren Fließgewässercharakter verloren. Sie gleicht eher einem stehenden Gewässer. Erhebliche Schlammablagerungen führen zu starken Verlandungserscheinungen in diesem Bereich. Die Fischfauna besteht hauptsächlich aus Stillwasserfischarten wie Brassen, Plötzen, Güstern, Rotfedern (zurückgehend), Schleie, Karpfen und Flussbarschen. Von den Biologen des Landessportfischerverbandes wurden im Bereich der oberen Binneneider (Fluss-km 0–26) insgesamt 17 heimische und 2 nichtheimische Fischarten festgestellt (S. Spratte und U. Hartmann, Daten zur Fischfauna im Eidergebiet, 1992). Fischbesatz wurde in den vergangenen Jahren von der Fischereigenossenschaft Mitteleider als Verpächter, vom Landessportfischerverband aus Mitteln der Fischereiabgabe und natürlich von den Fischereipächtern aus den Beiträgen ihrer Mitglieder eingebracht. Dieser bestand überwiegend aus Aalen, Hechten, Zandern, Karpfen, Schleien und Rapfen. Teil unserer alten Pachtverträge war die Verpflichtung zum Fischbesatz. Das alte preußische Fischereigesetz von 1916 hatte mehr die Versorgung der Bevölkerung mit frischem Fisch zum Ziel. Seit 1996 gibt es ein neues Fischereigesetz. Schwerpunkt ist jetzt der Naturschutz. Das wird schon in der Präambel deutlich. Die Hegepflicht verlangt vom Fischereiberechtigten den Erhalt bzw. den Aufbau eines artenreichen, gesunden heimischen Fischbestandes. Die Hegepflicht, dazu gehört auch der Besatz, wird zukünftig nicht mehr vom einzelnen Pächter wahrgenommen, sondern im Falle der Eider großräumig von der Fischereigenossenschaft Mitteleider. Große Hoffnungen setzen wir Angler auf die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit den Zielen Verschlechterungsverbot der Oberflächengewässer, flächendeckender Gewässerschutz, das Erreichen eines „guten ökologischen und chemischen Zustandes“ der Gewässer innerhalb von 15 Jahren und die Gewässerbewirtschaftung nach Flusseinzugsgebieten. Diese Ziele sind deckungsgleich mit unseren Vorstellungen. Daran werden wir tatkräftig mitarbeiten. Die Eider ist und bleibt unser Hausgewässer. Die meisten unserer Gemeinschaftsangeln, viele davon als Hegefischen ausgewiesen, finden hier statt. Hier steht auch unserVereinsheim. Nach allen menschlichen Eingriffen der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte wünschen wir uns, dass es mit diesem größten schleswig-holsteinischen Fluss wieder aufwärts geht.
ASV „Petri Heil“ Rendsburg u. Umgebung e. V.
Neben der Eider steht den Mitgliedern des Vereins die Sorge als Angelgewässer zur Verfügung. Befischt wird dieses Gewässer auch von den Loher Angelfreunden und den Mitgliedern des Vereins „Forelle“ Tetenhusen. Die Pachtstrecke beginnt am Zusammenfluss des Owschlager Mühlenbaches mit der Stentenau und endet an der Sandschleuse im Kreis Schleswig- Flensburg. Es handelt sich um ca. 25 Flusskilometer unterschiedlicher Prägung. Die Sorge ist vom Typ her den Niederungsforellenbächen zuzuordnen. Im oberen Bereich bei Duvenstedt und Krummenort ist der Fluss stark ausgebaut, begradigt und wenig beschattet. Die zweifellos schönste Strecke beginnt bei Sorgbrück und endet am Umleitungsdeich. Hier mäandert der Fluss durch die Wiesen. Erlenreihen spenden Schatten und unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten und Tiefen wechseln einander ab. Hier gibt es auch noch Unterstände für die Bachforelle, die nur durch regelmäßige Besatzmaßnahmen erhalten werden kann. Ihr fehlen die Laichgebiete des Oberlaufes. Früher wurden auch schon mal Regenbogenforellen eingesetzt. Nach dem neuen Fischereigesetz dürfen nichtheimische Arten nicht eingebracht werden. Für die Wanderfischarten, die eigentlich in diesem Fluss leben sollten, ist die Sandschleuse ein kaum überwindbares Hindernis. Nur wenn der Wasserstand eiderwärts vor der Schleuse niedriger ist als im geraden Sorgekanal können die Schleusentore geöffnet und der Pumpenbetrieb eingestellt werden. Nur dann können die Fische diesen Querverbau passieren. Zwei weitere Stauwerke in Tetenhusen und Sorgbrück behindern den freien Fischwechsel zusätzlich. Kläranlagen in Jagel (TKV), Brekendorf, Owschlag, Tetenhusen und das neue Klärwerk Sorgetal in Förden benutzen die Sorge oder ihre Zuflüsse als Vorfluter. Die Sorge ist ein Angelgewässer für Kenner und Liebhaber die auch bereit sind, einige Kilometer zu Fuß zu gehen.
ASV „Petri Heil“ Rendsburg u. Umgebung e. V.
Von den 26 Flusskilometern der unteren Eider zwischen Rendsburg (km 0) und Lexfähre (km 26) befischen die Rendsburger in Pachtgemeinschaft mit den Nübbeler „Pruppenkiekern“ und dem Schülper Angelverein allein schon dreizehn Kilometer. Die Strecke ist sehr reizvoll und landschaftlich schön. Bei der Wasserqualität gibt es allerdings erhebliche Einschränkungen. Während der überwiegende Teil der unteren Eider als mäßig belastet gilt (Güteklasse II), liegt der Belastungsschwerpunkt im Eiderlauf unterhalb von Rendsburg, dort ist die Eider stark verschmutzt (Länderarbeitsgemeinschaft Wasser 1990). Die Ursachen dafür sind vielseitig. Die Eider hat seit der Verfüllung der Schleuse Rendsburg in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts endgültig jede Verbindung zum Einzugsgebiet ihres Oberlaufes verloren. Es fehlt der Wasseraustausch. Zuflüsse in diesem Bereich gibt es nur noch aus dem Stadtsee, der einen Teil Oberflächenwasser des versiegelten Rendsburger Innenstadtbereiches aufnimmt, aus der Mühlenau und aus dem Abwasserzufluss des Rendsburger Klärwerks. Wenn das Abwasser durch Nachrüstung moderner Klärtechnik auch besser geworden ist, liegen auf dem Grund der Eider doch noch die Sünden der Vergangenheit. Rund 95 Prozent des verbleibenden Einzugsgebietes der Eider wird landwirtschaftlich genutzt. Einträge von Nähr- und Schadstoffen sind daher alltäglich. Die untere Eider hat ihren Fließgewässercharakter verloren. Sie gleicht eher einem stehenden Gewässer. Erhebliche Schlammablagerungen führen zu starken Verlandungserscheinungen in diesem Bereich. Die Fischfauna besteht hauptsächlich aus Stillwasserfischarten wie Brassen, Plötzen, Güstern, Rotfedern (zurückgehend), Schleie, Karpfen und Flussbarschen. Von den Biologen des Landessportfischerverbandes wurden im Bereich der oberen Binneneider (Fluss-km 0–26) insgesamt 17 heimische und 2 nichtheimische Fischarten festgestellt (S. Spratte und U. Hartmann, Daten zur Fischfauna im Eidergebiet, 1992). Fischbesatz wurde in den vergangenen Jahren von der Fischereigenossenschaft Mitteleider als Verpächter, vom Landessportfischerverband aus Mitteln der Fischereiabgabe und natürlich von den Fischereipächtern aus den Beiträgen ihrer Mitglieder eingebracht. Dieser bestand überwiegend aus Aalen, Hechten, Zandern, Karpfen, Schleien und Rapfen. Teil unserer alten Pachtverträge war die Verpflichtung zum Fischbesatz. Das alte preußische Fischereigesetz von 1916 hatte mehr die Versorgung der Bevölkerung mit frischem Fisch zum Ziel. Seit 1996 gibt es ein neues Fischereigesetz. Schwerpunkt ist jetzt der Naturschutz. Das wird schon in der Präambel deutlich. Die Hegepflicht verlangt vom Fischereiberechtigten den Erhalt bzw. den Aufbau eines artenreichen, gesunden heimischen Fischbestandes. Die Hegepflicht, dazu gehört auch der Besatz, wird zukünftig nicht mehr vom einzelnen Pächter wahrgenommen, sondern im Falle der Eider großräumig von der Fischereigenossenschaft Mitteleider. Große Hoffnungen setzen wir Angler auf die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit den Zielen Verschlechterungsverbot der Oberflächengewässer, flächendeckender Gewässerschutz, das Erreichen eines „guten ökologischen und chemischen Zustandes“ der Gewässer innerhalb von 15 Jahren und die Gewässerbewirtschaftung nach Flusseinzugsgebieten. Diese Ziele sind deckungsgleich mit unseren Vorstellungen. Daran werden wir tatkräftig mitarbeiten. Die Eider ist und bleibt unser Hausgewässer. Die meisten unserer Gemeinschaftsangeln, viele davon als Hegefischen ausgewiesen, finden hier statt. Hier steht auch unserVereinsheim. Nach allen menschlichen Eingriffen der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte wünschen wir uns, dass es mit diesem größten schleswig-holsteinischen Fluss wieder aufwärts geht.
Eider
Neben der Eider steht den Mitgliedern des Vereins die Sorge als Angelgewässer zur Verfügung. Befischt wird dieses Gewässer auch von den Loher Angelfreunden und den Mitgliedern des Vereins „Forelle“ Tetenhusen. Die Pachtstrecke beginnt am Zusammenfluss des Owschlager Mühlenbaches mit der Stentenau und endet an der Sandschleuse im Kreis Schleswig-Flensburg. Es handelt sich um ca. 25 Flusskilometer unterschiedlicher Prägung. Die Sorge ist vom Typ her den Niederungsforellenbächen zuzuordnen. Im oberen Bereich bei Duvenstedt und Krummenort ist der Fluss stark ausgebaut, begradigt und wenig beschattet. Die zweifellos schönste Strecke beginnt bei Sorgbrück und endet am Umleitungsdeich. Hier mäandert der Fluss durch die Wiesen. Erlenreihen spenden Schatten und unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten und Tiefen wechseln einander ab. Hier gibt es auch noch Unterstände für die Bachforelle, die nur durch regelmäßige Besatzmaßnahmen erhalten werden kann. Ihr fehlen die Laichgebiete des Oberlaufes. Früher wurden auch schon mal Regenbogenforellen eingesetzt. Nach dem neuen Fischereigesetz dürfen nichtheimische Arten nicht eingebracht werden. Für die Wanderfischarten, die eigentlich in diesem Fluss leben sollten, ist die Sandschleuse ein kaum überwindbares Hindernis. Nur wenn der Wasserstand eiderwärts vor der Schleuse niedriger ist als im geraden Sorgekanal können die Schleusentore geöffnet und der Pumpenbetrieb eingestellt werden. Nur dann können die Fische diesen Querverbau passieren. Zwei weitere Stauwerke in Tetenhusen und Sorgbrück behindern den freien Fischwechsel zusätzlich. Kläranlagen in Jagel (TKV), Brekendorf, Owschlag, Tetenhusen und das neue Klärwerk Sorgetal in Förden benutzen die Sorge oder ihre Zuflüsse als Vorfluter. Die Sorge ist ein Angelgewässer für Kenner und Liebhaber die auch bereit sind, einige Kilometer zu Fuß zu gehen.
Es bleibt noch die Mühlenau. Aus dem Fockbeker See kommend fließt sie etwa in Höhe Klint in die Eider. Vorher nimmt sie noch den Seekenbek aus der Stadt kommend auf. Sie ist als Schongewässer ausgewiesen und wird deshalb von den Mitgliedern nicht befischt. Sie ist der einzige natürliche Zufluss unserer Eiderstrecke bis weit hinter Nübbel. Die Mühlenau wäre ein schönes Laichgewässer mit ihren Flachwasserbereichen und Krautbetten, z. B. für Hechte. Sie nimmt allerdings auch das Oberflächenwasser aus Rendsburgs Stadtnorden und aus dem Gewerbegebiet Büsumer Straße auf. Daher werden über den gesamten Wasserlauf regelmäßig Grundräumungen durchgeführt. Was das für die Ökologie des Gewässers bedeutet, braucht hier nicht erwähnt zu werden.